Samstag, 28. April 2012

Wenn es das stricken nicht gäbe.....

Zum stricken bin ich mit ca 12 Jahren gekommen. Meine Oma besass damals alles was das kreative Herz braucht. Nähmaschine, Strickmaschine, einen Haufen "Zutaten" für beides und sehr viel Talent.

Schnell hatte ich raus wie das mit dem stricken auf Nadeln funzt und noch schneller strickte ich ein sauberes und gleichmäßiges Strickbild.

Das war mir bald nicht mehr genug und ich begann Motive natürlich andersfarbig einzustricken. Bald kamen dann auch Muster mit Umschlag und Zopf dazu. All das ohne irgendwelche Vorlagen, damals gab es noch nicht so viele Strickzeitungen und Muster. Ich habe aus dem Kopf und ohne Zopfhilfsnadel gestrickt.

Aber wie das eben so ist verlor ich irgendwann das Interesse daran.

Erst Jahre später holte ich das Strickzeug wieder hervor. Mein erstes Teil nach so vielen Jahren war eine kleine Decke für den Stubenwagen meines ersten Kindes, diese Decke gibt es heute noch.

Auch dann hab ich noch nicht so intensiv gestrickt wie jetzt.

Es mussten erst noch einmal 7 Jahre ins Land ziehen in denen ich wohl so eine Art kreative Findungsphase hatte. Es fing an mit Leinwandmalerei, ging über Rocaillies basteln, nähen an der Maschine und Häkeln, bis ich zum stricken kam.

Da bin ich hängengeblieben. Ich betreibe das Hobby mit allem was dazugehört. Spinne die Wolle teilweise selbst abwechselnd an einem meiner 2 Spinnräder. Verarbeitet wird sie mit Nadeln oder der Strickmaschine. Es entstehen Socken, Pullies, Jacken, Tücher, Mützen, Handschuhe und sogar Röcke.

In meinem extra eingerichtetem Atelier im Dachgeschoss unseres Hauses und im Keller lagern zusammen ca. 15kg Wolle in allen möglichen Verarbeitungsstadien angefangen von der Rohwolle frisch vom Schaf bis hin zum fertig gestrickten aber noch nicht vernähten Strickstück.

Als verrückt würde ich das aber noch nicht bezeichnen.

Ich freue mich jedes Mal in mein Atelier zu gehen und kreativ aus dem Vollen schöpfen zu können.


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