Donnerstag, 31. Mai 2012

Nähzeugs...

Hier noch schnell ein paar Bildchen von unlängst entstandenem Nähzeugs.
Irgendwas muss Frau S. ja anziehen.




In Arbeit....

1. Ein Twinset mit Top und Bolero aus einer vor laaaaaanger Zeit ersteigerten Wolle in hellblau.

2. Eine Weste auch aus ersteigerter Wolle in braun.

3. Socken noch nicht angeschlagen und Muster muss auch noch ausgewählt werden in lila.

Ein Ausflug am Wochenende liess uns ins hiesige Musikcafe zum Feiern gehen. Ja, wir haben gefeiert, dass wir, d.h. Frau und Herr S. sich schon sehr lange, um genau zu sein 20 Jahre, kennen und lieben.
Das mussten wir be-essen.
Die Kindelein haben sich über das Angebot der vielen Sachen dort seeehr gefreut und auch fleissig geordert um dann zu verspeisen.

Die Eltern natürlich auch:)

Zufrieden und kugelrund gings anschliessend wieder heimwärts.

Sonst gibts momentan nichts über dass sich zu schreiben lohnt, ausser:

1. Männern, die von ihren Frauen zu Mönchen gemacht werden:):):)

2. Nachbarinnen mit einzementierten Beinen:):):)

3. Notausstiege über Fenster im 1. Stock in öffentlichem Gebäude:):):)

4. S-Bahn im Haus:):):)

Hab derzeit richtig Spass beim arbeiten.
So solls sein und nicht immer nur ernst.




Dienstag, 22. Mai 2012

Blogging....

Wenn man noch ganz neu in der Bloggerwelt ist, weiss man noch nicht so recht, wie es denn am besten funktioniert mit dem Geblogge.

Bis man sich so zurechtgefunden hat vergehen ein paar Tage und irgendwann stellt man fest, dass ja nicht unbedingt jeden Tag etwas geschrieben/gebloggt werden muss.
Besonders zu Beginn ist es reichlich schwer mit dem Bloggen, weil ja keinerlei Feedback kommt, ausser von der liebsten, besten, tollsten, süssesten aller Töchter, die von Beginn an ein großer Fan aber auch Kritiker ist.

So ein Blog hat so tolle Funktionen zum schreiben, wenn man es denn am richtigen Computer und nicht am Tablet, so wie Frau S. macht. Da gehen dann viele davon nicht, warum auch immer.

Man kann die Farben bestimmen von fast allem was ich hier schreibe.
Die Schriftarten wollen ausgewählt werden und paar nette Hintergrundfarben und/oder Muster wollen gewählt werden.
So Kleinigkeiten, wie eine Blogliste oder auch der eigene Twitterroll lassen sich einfügen.
Das ganze nennt man Layout.

Wenn man damit fertig ist und zufrieden mit all dem, überlegt man sich, welche Blogs denn in den Blogroll sollen.
Ganz klar, die, die man eh schon auch vorher gelesen hat, dann die die ab und an besucht wurden und im Laufe der Zeit wird diese Liste auch ausgebaut.

Ich weiss garnicht mehr genau, wie ich zum Bloglesen gekommen bin, ich glaube über das Hobbyschneider-Forum. Immer Mal frag ich auch das Internet nach bestimmten Themen ab und suche mir dazu Blog's.
Es soll ja Leute geben, die wissen nicht einmal, was ein Blog ist.
Ich kenne einige davon.
Ob es daran liegt, dass ich in einer Gegend der fleissigen Bienchen lebe?
Weil ich selber auch eins bin?
Ich kann ja selber kaum mal stillsitzen.

Hier um mich herum wuselt und brummt es den ganzen Tag, da hat man natürlich nicht soviel Zeit im Internet herumzusurfen und hier und da zu schauen.

Dachte ich bisher auch immer.
Aaaaaaaber ich bin ja auch nicht Stundenlang in Fa.....ok und mache hier und da, da hab ich genug Zeit zum bloggen und lesen.

Die tägliche Internetrunde besteht aus 2 Foren, Mails checken, Computerzettel abarbeiten, Tweeten, ebay suche nach bestimmten Teilen und das wars.

Der Computerzettel wurde vor einiger Zeit von mir angefertigt, weil es mir oft so ging, dass ich gerade, wenn ich das Teil ausgemacht hatte noch zig Sachen hatte, die ich schauen könnte.
Kennen sie sicherlich auch.
Den Computer fährt man natürlich dann nicht mehr hoch, da die alte Gurke ja mindestens 10 Minuten zum aufwachen braucht.
Also wurde ein Zettel genommen und draufgeschrieben fürs nächste Mal und den gibt es eben immernoch.
Also nicht den Zettel, sondern die Idee ansich.

So ist das mit dem Internet, manche können aber auch garnicht mehr ohne.
Sagte heute der Herr S. zu mir.
Mh, nunja eigentlich bin ich auch gerne on, wie die Jugend heut so schön sagt.

Sonntag, 20. Mai 2012

Spinnereien.....

Zur Zeit auf den Spulen.

Muss endlich mal weiter machen.

Leider hält mich mein Rücken so sehr auf dabei.

Kann immer nur dann spinnen, wenn es nicht allzu arg schmerzt.



Anderer Leute Hobby.....

Menschen wie Frau S. haben Hobby's.

Das soll es tatsächlich noch geben, dass man sich in der knappen Zeit, die einem zwischen 2 Arbeitseinheiten, ein wenig Schlaf, Haushalt und Kinder noch die Ruhe nimmt für die Freizeitgestaltung.

Flexibel schieb ich hier und da mal ne Strick-,Spinn-,Nährunde ein.
Das notwendige Handwerkszeug immer griffbereit in der Nähe.

Bei anderen wird die Zeit des Hobby's vorgegeben, durch Sendezeiten bzw. Spielzeiten.

Na klar, sie haben schon längst erfasst, dass ich von Fussball spreche/ schreibe.

Regelmässig rotten sich dann Horden von Menschen zusammen, um gemeinsam die Spiele zu verfolgen.

Im Hause S. war das Interesse für diesen Sport schon vorhanden, als der Herr S. noch klein war, da spielte er nämlich in einem richtigen Verein, damals hoch oben an der Küste des Landes.

Mittlerweile spielt er nur noch zur Gaudi einmal die Woche mit den Kollegen. Ist hinterher immer sehr zufrieden und bringt auch jedesmal ein oder zwei, drei Andenken in Form von blauen Flecken, dicken Daumen, verdrehtem Fuß oder anderen unangenehmen Dingen mit.

Der Sohn des Hauses spielte ab Kindergartenalter auch für eine gewisse Zeit in einem hiesigen Verein Fussball.
Dies ging auch relativ gut.

Nachdem aber der Mitglieds-Beitrag immer mehr stieg, proportional zum Abfall der Bereitstellung der Trainer. Die Fahrten zu Auswärtsspielen immer mehr zunahmen und es kaum mehr ein Wochenende ohne Fussball und mitten in der Nacht aufstehen gab.

Der Herr S. zu guter Letzt auch noch den Trainer machen musste, fand die Frau S. dies nicht mehr so toll und wir setzten uns an einen Tisch und klärten das ganze ab, dabei kam heraus, dass eigentlich der Sohn gar keine Lust mehr hat zu all dem ganzen und der Mann auch nicht. So wurde diese Episode beendet.

Finde ich im nachhinein richtig gut, denn was ich sporadisch so höre von den Zuständen die mittlerweile hier im hiesigen Verein herrschen und den Unsummen, die zur Zeit von den Mitgliedern gezahlt werden müssen, hat das nichts mehr mit Freizeitsport zu tun.

Das sollte jedem zugänglich sein und nicht nur Kindern gut verdienender Eltern. Klar gibt es sicherlich nen Fördertopf irgendwo, aber es ist ein Unding, dass Kinder-Sport an die 200 € monatliche Kosten verursacht mit allem Drum und Dran.

Auch finden es viele Kinder ganz sicher toll sich mit anderen bei Wettkämpfen zu messen, ich sehe das ein wenig differenzierter.

Warum sollen Kinder schon von klein auf Leistung bringen müssen?
Das geht eben oft schon im Kindergartenalter los, zieht sich über die gesamte Schulzeit hin und setzt sich im Berufsleben fort.

Immer ist ein gewisser Leistungsdruck vorhanden, der nahezu niemanden zur Ruhe kommen lässt. Gesundheitlich und gerade auch für die Psyche nicht so der bringer.

Und deshalb auch kein Wunder, dass so Sachen wie Burnout zunehmen.

Sicherlich sehen das einige von Ihnen ganz anders, denn es gefällt den Kindern ja sich mit anderen zu messen.
Jedoch ist das tatsächlich so?

Höre ich da nicht oft genug nebenan in der Nachbarschaft gestöhne, wenn es heisst, dass jetzt zum Training gefahren wird.
Die Kinder quengelig bis zum gehtnichtmehr sind, wenn sie losmüssen.
Sehe ich da nicht oft genug gestresste Mütter, die ihren Nachwuchs auch noch Kilometerweit mehrmals die Woche hinkutschieren.
Jammern anschließend, dass sie ja ach so gestresst sind.

Ganz ehrlich, da höre ich mittlerweile nicht mehr hin, denn jeder ist seines Glückes Schmied, wenn es um Entschleunigung geht.

Von Umweltverschmutzung will ich da garnicht reden.
Das Gewissen derer ist ja mit gekauften Bio-Produkten aus der Region wieder aufgebügelt.

So bin ich ganz froh, dass hier im grossen weissen Haus manchmal die Männer sich aufmachen zum Fussball im Fernsehen schauen.
Das ist ihnen sehr wichtig, da sie dann unter sich sind und dies auch sein wollen.
Diese Zeit unter sich gönne ich ihnen von ganzem Herzen, denn sie haben es sich verdient auch mal ohne Kind und Kegel bzw. Weiblein zu sein.

Schade nur, das die Spiele nicht immer wunschgemäss ausfallen und noch viel mehr finde ich es schade, dass manche ihre Enttäuschung darüber an anderen auslassen müssen.

Mittwoch, 16. Mai 2012

....dann kann er was erzählen.

Familie S. Ist schon ein wenig herumgekommen in der Welt bzw. In Europa.

Wir waren schon bei den Spaniern, Italienern unseren türkischen Freunden, den Griechen, den Engländern, den Österreichern, den Belgiern und getrennt auch schon bei den Franzosen, den Czechen, den Polen und im Land der Matrjoschkas.

Da ist ne ganze Menge Erlebtes und Eindrücke und Bilder zusammengekommen.

Am besten fanden wir es bisher in Griechenland und sind deswegen auch schon mehrfach dort gewesen.
Da wir bei unseren jeweiligen Aufenthalten immer Land und Leute kennenlernen wollen sind wir oft stundenlang zu Fuß unterwegs in der Umgebung. Besuchen mit Absicht kleine Restaurants, die eben nicht im Reiseführer aufgelistet sind und haben so schon so manche tolle Gespräche geführt.
Die Menschen dort sind von einer ganz besonderen Herzlichkeit und Wärme, wie es sonst fast nirgends mehr zu erfahren gibt.

In Griechenland haben wir auch unsere ersten Erdbeben erlebt.
Wir waren damals in der Nähe von Olympia in einer ganz tollen Hotelanlage.
Das erste Mal bebte die Erde in der Nacht.
Herr und Frau S. saßen im Bett, null Ahnung von nicht's.
Nachdem wir uns vom ersten Schrecken erholt hatten und uns vergewissert hatten, dass es den Kindelein gut geht, legten wir uns wieder ins Bettchen und erlebten noch ein paar kleinere Nachbeben.
Unsere Kinder nicht eines, die haben tief und fest geschlafen wir dafür nicht mehr so richtig.

In diesem Urlaub wurden wir sozusagen Erdbebenfest. Nachdem wir am nächste  Tag in Erfahrung gebracht hatten, dass wir in der Nacht ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Skala erlebt haben waren wir sehr beruhigt....
Wir lernten in diesem Urlaub etwas sehr wichtiges.
Solange keine Einheimischen oder Hotelangestellten anfangen panisch loszurennen, wenn die Erde bebt, kann man selber auch ruhig bei seinem Drink hocken bleiben.

Trotzdem war es seeeeeehr beindruckend, wenn der große Kronleuchter in der Lobby auf einer Gesamtbreite von 3m hin und her schwang. Und das tat er ca. jeden dritten Tag.

In diesem Urlaub haben wir auch eben genau die andere Seite in Olympia gesehen, nämlich was so ein Erdbeben anrichten kann.

Im dortigen Olympiastadion sind die Kinder dann mit dem tollsten aller Ehemänner um die Wette gelaufen.

Das sind Herr und Frau S. auch schon auf dem Brüsseler Flughafen, da sie noch den Anschlussflug schaffen wollten, weil der vorhergehende Vogel Verspätung hatte.
Vollkommen ausser Puste als letzte angekommen empfangen uns doch die Stewarts aus dem vorhergehenden Flieger.
Unsere Gesichter hätte ich da doch zu gern gesehen.

Aus einem spanischen Urlaub haben wir 2 hochfiebrige Kinder mit Mittelohrentzündung mitgebracht, war auch ne tolle Erfahrung.
Vor allem, wenn der Heimflug 5 Stunden Verspätung hat und man diese Zeit mit kranken Kindern am Flughafen rumhängt. Man wär ja eigentlich schon daheim gewesen und schon längst noch rechtzeitig vor dem Wochenende beim Arzt. Aber unser Hausarzt hat ja zum Glück Samstags geöffnet.

Und weil das Tochterkind Mittelohrentzündung so sehr liebt, hat sie sich im letzten Urlaub gleich zu Beginn eine zugelegt.
Mit Händen und Füssen und etwas Englisch etwas Griechisch und etwas Deutsch verständigten wir uns mit dem angeforderten Arzt.
Das verschriebene Antibiotikum fand unsere Tochter zum kot.....en und tat dies auch. Damit hatten wir die helle Freude.
40°C Aussentemperatur und das Kind auch bei 40°C nur innen.

Manchmal geht der Herr S. son bischen in den Bergen spazieren.
Weil er davon so beeindruckt ist möchte er dem Rest der Familie dieses Hobby auch nahebringen.
Nur lässt sich dies nicht so gut machen, weil die Frau Höhenangst hat und daher immer an der Wand lang mit dem Gesicht zu eben dieser sich fortbewegt und so eben nicht's von der ach so tollen Landschaft mitbekommt, was ja sehr schade ist. Aber glauben sie mir, ich brauch dieses Feeling nicht in meiner Freizeit und so habe ich nach 3 wirklich sehr, sehr tapferen Malen beschlossen, dass die Berge und ich nicht Freunde werden.





Dienstag, 15. Mai 2012

Morgens halb sieben.....

Hier im grossen weissen Haus ist es so, dass jeden Morgen an normalen Schul-/Arbeitstagen 4 Mann durchs Bad müssen, um sich frisch zu machen.

Das klappte bis zu einem gewissen Grade auch ganz gut.

Irgendwann entschied Herr S. das es doch garnicht so schlecht sei früher mit arbeiten anzufangen, denn dann ist man ja auch früher fertig. Dieser Prozess dauerte einige Jahre, aber immerhin.

Seit der Sohn nun auch jeden Morgen unter die Dusche springt, da er ja ein sauberer Mensch ist, wurde es zeitlich irgendwann ziemlich eng.

Seitdem stehe ich schon um 5:45 Uhr auf. Dusche, mache mich soweit komplett fertig um mir dann noch eine halbe Stunde bis manchmal sogar eine Stunde in aller Ruhe hier auf dem Sofa beim stricken oder lesen oder Computer schauen zu gönnen.

Demnächst werde ich dabei Gesellschaft haben, denn die Tochter hat festgestellt,das dieser Tagesanfang schöner ist wie ihr bisheriger.

Wenn dann erst einmal die lieben Kindelein wach sind geht hier die Hektik los. Frühstücken, Getränke und Geld einstecken, evt. noch fehlende Unterschriften leisten, noch fehlende Materialien einstecken,Frühstückswunsch erfüllen usw..

Bis dann beide Kinder aus dem Haus sind ist einiges geboten.

Eigentlich könnte ich dann gleich nochmal Duschen, denn oft bin ich dann schon durchgeschwitzt.
Alle anderen haben hier derweil die Ruhe weg.

Als letzte verlasse meist ich das Haus um 2 Minuten später zum arbeiten anzutreten.
Mein Weg ist ja nicht weit.

Montag, 14. Mai 2012

Verstrickt nochmal....

Ich schrieb nun schon einige Male davon, dass ich sehr gerne in meiner Freizeit stricke.

Damit man mir das auch glauben möge, heute hier ein paar Bildchen zu entstandenen Werken. Meine Ideen finde ich in den diversen Zeitschriften und Büchern, die sich so über die Jahre hier angehäuft haben und die ich gerne immer und immer wieder durchblättere.

Oft markiere ich mit so lustigen bunten Klebezettelchen die Objekte meiner Begierde um genau diese dann noch mindestens 10 Mal im Heft/Buch wieder umzukleben.

Zumindest war das Anfangs so, seitdem ich auch gleich die evtl. dazu passende Wolle aus meinem Gedächtnis über meinen eigenen Wollfundus dazu notiere passiert das nicht mehr so oft.

Manchmal sehe ich ein Modell und weiss sofort aus welcher Wolle ich es stricken will. Umgedreht ist das etwas schwieriger.
Meine Wolle hab ich gern in der Hand, bis da jedoch das passende Modell aus einem riesigem Fundus ausgewählt ist, kann es manchmal etwas dauern.

Die Katzen der Familie sehen das nicht so eng, die fangen gleich an sich zu (ver-)stricken, sobald sie Wollknäuel sehen.

Die Kindelein sassen auch schon so manches Mal strickend neben mir.
Momentan gehen die Freizeitinteressen aber doch eher in andere Richtungen. Das nehme ich ihnen auch garnicht übel, denn bei mir war das ja damals in dem Alter ebenso.

Das gute ist ausserdem daran, dass ich ganz alleine mit meiner Wolle spielen und kuscheln kann.





Sonntag, 13. Mai 2012

Ein Fass ohne Boden.....

Familie S. Zog vor 10 Jahren in das große weiße Haus.

Das wurde gemacht, weil der bisherige Wohnraum 1. zu alt und schimmlig, 2. zu klein und 3. mit unkommunikativen Mitmenschen umgeben, war.

Da dies der letzte Umzug bis die Kindelein groß und auf eigenen Beinen stehen sein sollte, wurde entsprechend den Vorstellungen von Familie S. gesucht.

Da gab es jede Menge Kriterien, die da für die neue Bleibe erfüllt sein sollten. Unsere Wunschliste war ellenlang.
Nach nicht allzu langer Zeit fanden wir dann genau das was wir gesucht hatten, ok. hier und da haben wir Abstriche machen müssen, aber im großen und ganzen passte es.

Das Objekt der Begierde konnte sogar mit dem vorhandenen bewilligtem Budget erworben werden.

Das große weiße Haus war noch in Bau und so konnten wir vieles selbst an der Innenausstattung aussuchen, das dann unseren Vorstellungen entsprechend eingebaut wurde. Manches davon war auf lange Sicht optimal so, bei anderen Sachen hätten wir besser überlegen sollen oder uns anderweitig beraten lassen.

Aber aus Fehlern lernt man und wir haben ja sooo viel Zeit, also wird jetzt nach und nach ausgebessert/nachgebessert.

Das geht von Parkettböden statt Teppich im Obergeschoss über eine 2. Dusche im Erdgeschoss. Garten vom Fachmann anlegen lassen.
Automatische Entlüftungsanlage im ganzen Haus.

Da müssen die Fliesen in der bestehenden Dusche runter, weil sämtliche Fugen gerissen sind und der Schimmel bestimmt schon in der Wand ist.
Unsere Vorstellung von einer Fugenlosen und ebenerdigen Dusche wird also bald in Angriff genommen. Dafür werden wir demnächst erst einmal einige Badausstellungen in der Umgebung besuchen und sehen, ob unsere Vorstellungen mit dem vorhandenen Angebot übereinstimmen. Wie das so ist hat Frau ja meist eine genaue Vorstellung, wie es Umgebaut aussehen soll.

Das Wohnzimmer ist nun in bälde so eingerichtet, wie die Familie es sich wünscht und das ist ganz toll so, dass wir endlich richtiges Kinofeeling hier haben.

Das Zimmer des Sohnes ist bis auf den Boden komplett fertig, so dass er sich die nächsten Jahre dort wohlfühlen kann.

Das Zimmer der Tochter braucht noch einer Prinzessin würdiges Himmelbett und einen Boden aus Holz. Der passende Anstrich der Wände wird demnächst mit dem Haus-und Hofmalermeister besprochen, wenn er kommt um die restlichen Wände im Wohnzimmer zu streichen.

Der Essbereich braucht auch neue Schränke und wenn das Bad im Erdgeschoss eine Dusche bekommt muss hinterher der Flur gestrichen werden, weil für den Umbau eine Wand versetzt werden muss.

Wenn all das fertig ist, dann könnte mal im Schlaufraum von Herr und Frau S. ein neuer Boden eingebracht werden. Teppich in gelb sieht nach 10 Jahren nicht mehr so schön aus.
Unserer Tochter gefiel er ja schon vor 7 Jahren nicht so und da hat sie ihrer Kreativität mit Hilfe von Wachsmalstiften freien Lauf gelassen. Damit wir Eltern auch wirklich was davon haben verteilt über den ganzen Raum.
Sie können sich nicht vorstellen, wie wir uns darüber gefreut haben.

So sehr nämlich, dass wir auf Knien die nächsten 2 Tage über den Teppich gerutscht sind um ihn mit Hilfe von weichen Bürsten zu streicheln um ihm die Farbe noch ein bisschen besser einzuarbeiten.

Schade eigentlich, dass die Wachsmalstifte danach irgendwie spurlos verschwunden sind im großen weißen Haus.

So gibt es hier wenigstens immer was zu tun und ausserdem wüssten wir ja sonst auch nicht, was wir mit all dem Geld, was wir freundlicherweise am Ende jeden Monats vom jeweiligen Arbeitgeber
auf unser Konto überwiesen bekommen machen sollen.

Ja und wenn wir mit all den geplanten Sachen so in ca. 10 Jahren fertig sind werden wir bestimmt ausziehen, denn dann brauchen wir denke ich nicht mehr sooo viel Platz, weil ja sicherlich die Kindelein in ihre eigenen Wohnungen gezogen sind.

Samstag, 12. Mai 2012

Kinderlos.....

Heute ist schon wieder Samstag.


Das bedeutet für unsere Kindelein Entspannung von uns Eltern.
Für uns Eltern natürlich Entspannung von den Kids.


Das Tochterkind weilt bei der abffiue(allerbestefreundinfürimmerundewig) und Sohnemann hat sich bei Mutter des Kumpels einladen lassen.


Das ist nicht jedes Wochenende so, wir beherbergen und verköstigen natürlich im wechsel jedes 2. Wochenende hier bei uns Horden von Kindern. Irgendwann wurde das so zur Normalität. Was ich gar nicht so schlimm finde, so lernt man die Kinder mit denen es die eigenen Kinder zu tun haben besser kennen.


Das Herr und Frau S. das jetzt besonders schätzen würden, wenn sie alleine sind und dann ganz tolle Dinge nur zu zweit machen, kann man jetzt nicht gerade behaupten.
Es ist hier im großen Haus sooo viel zu tun, dass wir da nicht drauf kommen würden uns für Besonderes Zeit zu nehmen.


Heute z.B. ist der Herr S. ganz früh aufgestanden um beim Metzger des Vertrauens die notwendige Fleischzugabe für den heute Abend geplanten Erbseneintopf zu besorgen.
Anschließend wurde der Rest des Wocheneinkaufes von Ihm erledigt.


Inzwischen fuhr Frau S. in den Ort das Töchterchen von der abffiue abholen um dann anschließend mit ihr bei der Ärztin aufzuschlagen, die sich immer so um die Zahnstellung des Kindes sorgt. Nach dortigem TÜV ging es geschwind durch 4 angrenzende Geschäfte noch ein paar Kleinigkeiten erledigen und besorgen. Tochter wieder abgegeben bei...s.o., heimgefahren.


Herr S. grad am Taschen auspacken und verstauen der erworbenen Lebensmittel.


Frau S. trifft noch schnell notwendige Verhaltensabsprachen mit Sohn, damit dieser aufbrechen kann zum Kumpel.


An der Tür steht schon bester Freund des Mannes, der ihm die Geheimnisse einer guten Erbsensuppe beibringen will, natürlich live. 
Also stehen kurze Zeit später 2 Männer, hübsch Beschürzt, in der Küche und kämpfen mit den Zutaten kochen. 


Frau S. faltet während dieser Zeit Wäsche.


Die Herren kommen zum Ende ihres Kochkurses, der Rest köchelt alleine vor sich hin,  gegessen wird erst abends kurz vor dem heute anstehenden Fussballspiel.


Herr S. sinkt kaputt zum Rennauto gucken auf das Sofa, das schon von Frau S. belagert wird, denn die muss schnell Blogrunde lesen gehen und selber schreiben. 


Anschliessend wird noch schnell mit Hubi(anderes Wort für Staubsauger) durch das große Haus geschoben und ein wenig der Putzlappen geschwungen.


Dann ist es auch schon fast Abend und der Fernsehfussballbesuch wird eintrudeln zur Verköstigung mit oben erwähnter Erbsensuppe um danach satt und zufrieden auf der großen Couch Platz zu nehmen zum Jubeln, Motzen und diskutieren.  


Um 24 Uhr wird wohl auch der letzte Gast gegangen sein und im Haus die Lichtlein ausgehen, damit hier geschlafen werden kann.


Jetzt aber erst einmal Käffchen. 






      

Freitag, 11. Mai 2012

Verhandlungen.....

In einer Stunde muss ich los zur Bahn.
Familie S. wohnt in einer ländlichen Gegend in der es nicht für alle Fachärzte reicht.

Also muss die große Stadt besucht werden.
Die ist garnicht so weit weg und zum Glück gibt es ja die Bahn die den Transport für nur 7,50€ übernimmt.
Reine Fahrzeit 20 min. Hier ist es jedoch nicht nach Fahrminuten sondern nach Ringen eingeteilt, die man durchfährt auf seiner Reise und so kann es denn schon mal passieren, dass man lieber eine Karte für Gesamtgebiet, als für einfache Strecke kauft, da man da günstiger bei wegkommt.

Hab heute einen Termin zur ersten Auswertung, wie das so läuft mit dem SCS, wovon ich in einem meiner vorangegangenen Post's schon schrieb.

Bin mal gespannt, was der Doc sagt und wie jetzt weiter verfahren wird. Fragen über Fragen haben sich während der AU aufgetan, aber ich will nicht wegen jeder Kleinigkeit ne Mail losschicken, also wird das heute mal wieder länger dauern, bis alle Punkte angesprochen und die Konditionen geklärt sind.

Ich bin froh diesen Arzt zu haben. Lange genug hab ich suchen müssen, bis mich und meine Probleme mal jemand ernst genommen hat. Während der Suche hab ich mir vieles anhören müssen.

Ich finde es unverantwortlich, wie in Deutschland teilweise mit Patienten umgegangen wird die starke Schmerzen haben.
Da gibt es Ärzte, die drücken einem ein Rezept für Ibuprofen 200 in die Hand und behaupten, dass es nichts stärkeres gibt.
Wiederum andere schicken einen weiter zum Psychater, weil eine Spritze nicht geholfen hat.
Andere erzählen einem, dass man ja lt. MRT garnichts habe.
Im angeforderten Bericht stehen dann ganz andere Sachen, bei denen der nächste Arzt ganz blass wird beim lesen.

Auf einen Termin in einem Schmerzzentrum soll man bis zu tw. einem halben Jahr warten.usw.
Ich könnte noch ewig so weiter schreiben, aber davon wird es ja auch nicht besser.

Ich war damals schon fast am aufgeben und die Situation so nehmen, wie sie war, bevor ich diesen letzten Versuch gestartet hatte.
Das war sozusagen mein Glück.

Nun rechne ich fest damit, dass ich endlich ab Montag wieder arbeiten darf. Und bin mal gespannt, wie es dann mit der Stimulation aussieht.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Wer den Taler nicht ehrt.....

Einkaufen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Zumindest nicht das mit den zum Überleben notwendigen Dingen, sprich Lebensmittel.
Jahrelang hab ich das für die Familie alleine bewältigt.
Mit Kind im Fahrradsitz und Fahrradanhänger am Fahrrad hab ich den, Wocheneinkauf bewältigt.

War meist in mehreren Läden, bis alles zusammen war.
Einmal die Woche die frischen Sachen auf dem Markt erworben.
Preisbewusst bin ich schon immer gewesen.

Inzwischen ist dieser Part an den liebsten aller Ehemänner abgegeben, denn das tragen schwerer Sachen geht mittlerweile garnicht mehr.
Festgestellt hab ich auch, das die Transportwägen diverser Geschäfte einfach zu groß sind. Sie werden jetzt sicherlich sagen, dass sie das schon wussten aber ich meine das andere groß.

Ich kann die ausgewählten Dinge in den Wagen schmeissen, hab aber beim ausräumen keine Chance mehr die Teile auch wieder auf das Laufband zu kriegen, weil ich mich nicht so weit hinunterbeugen kann.

Nachdem ich ein paar Mal ganz schön blöd dastand in diversen Läden, weil ich doch tatsächlich Mitbürger, die älter als ich sind, bitten musste mir beim Wagenausräumen zu helfen, lasse ich es jetzt ganz sein oder gehe gemeinsam mit Herrn S.. Es sei denn ich hab nur ne Handvoll Teile.
Noch mehr so peinliche Aktionen brauch ich nämlich nicht.

Wenn es allerdings um den Ankauf von Modeartikeln geht bin ich gerne dabei.
Das macht Spass. Jedoch auch nur bis zu einem gewissen Grad, weil ich meist schon vorher eine genaue Vorstellung von dem habe, was ich brauche und.....
Sie kennen das, es genau das sowieso nicht gibt.
Da kann ich ne Menge Geld sparen, weil ich ganz oft eben ohne das gewünschte zurück komme.

Ab und an schaffe ich es und finde eben ein mir genehmes Stöffchen und setz mich hin und nähe selber. Auswahl an diversen Schnittmustern hab ich genügend.

Bei Schuhen geht das natürlich nicht, da kann es dann passieren, das Frau S. eben auch noch ein 9. Jahr in den schon seit 4 Jahren doofen Stiefeln rumläuft.

Bei Einrichtungsgegenständen geht das auch nicht so schnell.
Zum einen weil Herr und Frau S. grundsätzlich vor Kauf das nötige Kleingeld ansparen, denn auf Kredit wird hier nicht gekauft.
Aber vor allem, sind wir uns über manches oft nicht so einig.

Bis der geeignete neue Fernseher für uns gefunden war dauerte es immerhin 2 Jahre.
Zuerst passte das Modell nicht, dann die Größe, dann gefiel mir der Rahmen nicht und ich musste mehrere Nächte den Preis überschlafen.
Letzten Endes konnten wir uns doch noch einigen.

Einkaufen für diverse Hobbys gehe ich auch unwahrscheinlich gerne.
Stundenlang kann ich mich in Wolleläden aufhalten.
Meist komme ich da auch nicht ohne etwas wieder heraus.

Das einkaufen im Internet macht mir jedoch am meisten Spass.
Ich finde wer das erfunden hat müsste einen Orden bekommen.
Hier bin ich in meinem Element, kann Preise vergleichen,
auch mal nach sinnlosem Zeugs schauen und schöne Bildchen zu allem sehen.
Nachteil, ich kann nicht anfassen.

Das kann ich aber dann nachholen, wenn ich den Laden in unserer Nähe gefunden habe, der genau dieses Teil auch anbietet. Meist kaufe ich es dann auch dort und nicht im Internet. Ich bin nämlich noch jemand, der für Service gern bereit ist ein paar Taler mehr hinzulegen, dafür hab ich dann aber einen Ansprechpartner.

Alles in allem können wir hier im großen weißen Haus ganz gut mit Geld umgehen und es bleibt tatsächlich immer am Ende des Monats noch reichlich Geld übrig.





Mittwoch, 9. Mai 2012

Soo langweilig wenn man zum Nichtstun verdonnert wurde......

Man (Frau) glaubt ja garnicht, dass einem der Job und die tägliche Hausarbeit sooo fehlen können.

Zur Zeit bin ich im Krankenstand, da ich vor 2 1/2 Wochen den Test für ein SCS (Spinal Cord Stimulation) zu deutsch Neurostimulation begonnen habe.

Seit etlichen Jahren habe ich Rücken, mal mehr mal weniger, in letzter Zeit eher immer mehr, mit Ausstrahlung von Nervenschmerzen im Bein. Tw. sind auch Nerven mit beschädigt.
Habe schon etliche konservative Behandlungsmethoden hinter mir, die alle, wenn, nur kurzzeitig etwas brachten.
OP kommt nicht in Frage, da es sich um eine Versteifung der LWS über mehrere Etagen handeln würde. Mein Neurochirurg mir dafür jedoch nicht einmal 30% Schmerzreduktion versprechen könnte.
Das ist uns beiden zu wenig.
So bin ich denn bei meinem Schmerzdoc gelandet.
Nahm zuletzt starke Schmerzmedikamente, die ausser der gewünschten Wirkung auch unerwünschte haben.
Zum Beispiel hab ich innerhalb weniger Monate 12 kg zugenommen.
Ok bischen Speck für schlechte Zeiten kann nicht schaden war eh zu dürr, aber es frustriert unheimlich jetzt als Tönnchen rumzulaufen.

Bei der Neurostimulation wird mit Hilfe elektrischer Impulse die in Rückenmarksnähe abgegeben werden versucht den Schmerz zu überdecken.

Dazu wurden in einem kleinen Eingriff Elektroden in Rückenmarksnähe montiert an die dann noch im OP Strom gegeben wurde, damit der gewünschte Bereich (bei mir ist es das rechte Bein) genau lokalisiert werden kann. Denn nur wenn die Elektroden richtig liegen kann das gewünschte Gebiet stimuliert werden.

Seit der Kabelbefestigung teste ich nun mit Hilfe meines kleinen braunen Kasten, wie mir das rumstromern so gefällt.

An diesem Gerät kann ich die Stromstärke und auch die Impulsbreite wenn nötig verändern.

Soll nebenbei noch eine Liste zur Stimulationsdauer und ein Schmerztagebuch führen, damit dann später abgeleitet werden kann, ob und wie es mir was bringt.

Nachteil der ganzen Sache ist, dass ich erst einmal AU bin, da die Elektrode richtig festwachsen soll, damit sie nicht verrutscht, denn dann hätte ich wenn's doof läuft die Stim. nicht mehr im Bein sondern vielleicht im Arm.

Darf nicht's heben über 2,5 kg, bücken, keine Hüftdrehung, strecken, Arme über Kopf um mal das wichtigste zu nennen.
Duschen nur alle 3 Tage mit Duschpflaster, die sauteuer sind (5 Stück 25€) die keine Wundauflage haben, da ja die ganze Kabelage darunter verstaut werden muss.

Alles in allem keine schöne Angelegenheit, aber ich halte mich an die Anweisungen, denn glauben sie mir, das mit dem Elektrode legen war nicht so spassig, als das ich das demnächst noch einmal brauchen würde. Dafür weiss ich jetzt aber, wo jeder einzelne Nerv genau in Rückenmarksnähe verläuft. Hat ja auch was.

Das Ergebnis bis jetzt ist eine Schmerzreduktion der Nervenschmerzen im Bein. Das Medikament für diese Schmerzen konnte ich schon komplett absetzen.
Die Schmerzen im Rücken sind bisher gleich geblieben.

Tja und nun muss ich hier noch ein paar Tage rumkriegen, bevor ich hoffentlich auch noch im Arbeitsalltag testen darf, das ist mir an der ganzen Sache sehr wichtig, denn im Ruhezustand hab ich sowieso immer schon weniger Schmerzen gehabt.

Aaaaaaaaber, Frau S. ist ja ein unruhiges Bündel und braucht Action.
Ich kann nicht still sitzen und nichts tun, da werd ich ganz hibbelig. Hab mir bewusst keinen Bürojob nach der Kinderpause sondern einen, wo ich anpacken muss ausgesucht. Das ist zwar anstrengend, aber ich bin nach meinen 6 Stunden täglich glücklich.
Brauch immer etwas in den Händen, daher hab ich ja auch das stricken als mein liebstes Hobby und wenn ich das nicht mache dann spinn ich mit dem Rad oder häkle oder schreibe neuerdings Blog.

Die Hände darf ich ja bewegen.

Was freu ich mich, wenn ich dann in ein paar Tagen wieder loslegen darf und die Bude dann wieder blitzt und blinkt.
Nicht das der Herr S. das nicht übernehmen würde, aber sie kennen das ja, man hat so gewisse Ansprüche.



Montag, 7. Mai 2012

Wer wollte diese Tiere......?

Ausser Spinnen, Fliegen und Mücken beherbergt Familie Sternenzauber zeitweise auch richtige Haustiere.

Das begann schon, als Herr und Frau S. noch ohne Kinder waren.
Zu dieser Zeit gab es ja sooooo niedliche Meerschweinchen im örtlichen Gartenfachmarkt mit angeschlossener Tierabteilung.
Das notwendige Zubehör gab es zufälligerweise auch gleich dort und so zogen 2 süsse Meerschweinchen bei uns ein.

Die lebten ein paar Jährchen glücklich und zufrieden, bis das eine dann irgendwann leider starb an Altersschwäche und das andere leider fast gleichzeitig eingeschläfert werden musste.
Das gab reichlich Tränen.

Nachdem unser erstes Kind geboren war und den Umgang mit Tieren bei den Großeltern geübt hatte, fanden wir, dass er ein eigenes Tier bekommen sollte.
Ein niedliches kleines Kätzchen zog bei uns ein.
Wir wohnten zum damaligen Zeitpunkt zur Miete und im Dachgeschoss, also war dies eine Wohnungskatze.
Sohn und Katze machten alles gemeinsam. Diese Katze ging sogar mit ins Badezimmer und sass solange auf dem Klodeckel bis das Kind fertig gebadet hatte.
Das war eine echte Freundschaft.

Irgendwann gab es mal wieder Junge Katzen auf dem Hof meiner Mutter und dann zog ein zweites Kätzchen bei uns ein.
Da leider schon bei der Ankunft dieser Katze der große Fehler gemacht wurde, sie entgegen der Anweisung von Frau S. in Flohquarantäne zu halten, hatten wir von da an ganz besondere Haustiere, die wir einige Zeit nicht mehr los wurden.

Mit dem Umzug in eine grössere Wohnung, der nötig geworden war, weil die alte zu klein wurde, mussten wir leider beide Katzen abgeben, was uns reichlich Tränen gekostet hat.

Tierhaltung war in dieser Wohnung nicht erlaubt.
Jahre später sind wir schlauer.

Nach nicht einmal 2 Jahren zogen wir in unser eigenes Haus.
Jetzt kamen eine Menge mehr Haustiere dazu, denn wir hatten einen Garten.

Hier entschlossen wir uns wieder eine Katze zu uns zu nehmen.
Die sollte unserem Sohn gehören.

Von Nachbarn erfuhren wir, wo es immer Katzen abzugeben gibt und wenige Tage danach schauten wir dort, ob es ein Fellknäuel für uns gibt.
Es gab gerade Junge, die ein paar Tage vorher das Licht der Welt erblickt hatten.
Leider jedoch noch ewig lang bis zur Abholung.
Wir waren schon am gehen, da lief uns eine recht kleine Miez über den Weg.
Mein Sohn hatte sich sofort entschieden. Die und keine von den anderen.

Nun unsere neue Mitbewohnerin bekam einen Namen und unser Sohn eine beste Freundin. Er darf mit ihr alles machen, nie würde sie ihm gegenüber die Krallen ausstrecken. Mittlerweile ist sie schon 7 Menschenjahre alt und eine richtige Diva geworden.

Frau Katze möchte die Haustür geöffnet haben zum aus- und eingehen, isst nur ausgewählte Sachen, schläft möglichst weich gebettet immer in Menschennähe.

Irgendwann um Weihnachten herum setzte mein Mann seinen Willen durch und hier hielten verschiedene Sorten Fisch einzug.
Nicht zum essen, sondern zum ansehen in einem Aquarium.
"Ich hatte als Kind ein Aquarium!", höre ich noch heute in meinen Ohren hallen.

Das sollte aber wohl doch nicht, wie gedacht heissen, dass er sich auch drum kümmert.
Aquarium heisst Aufwand. So ein Teil will gepflegt sein, damit man Freuda dran hat.

Wir hatten leider nur 2 Jährchen dran Freude, weil es ständig alle Fischlein hinweggerafft hat, obwohl die Wasserqualität immer bestens war.

Irgendwann beschlossen wir mit diesem Hobby aufzuhören, weil der ständige Ankauf neuer Bewohner des Aquariums sehr ins Geld ging.

Vor 2 1/2 Jahren hatte die Katze einer Klassenkameradin meiner Tochter Junge.
Unser Kind war eines der ersten, die zum Katzengucken ging.
Seitdem, ich denke sie wissen schon, haben wir ( die Tochter), eine 2 te Katze.

Dieses kleine Fellknäuel hat sich seine neue Mami selbst ausgesucht, indem sie beim Erstkontakt sofort auf ihren Schoß geklettert ist und dort erst mal eine Runde geschlafen hat. Von da an waren die 2 unzertrennlich. Wenn Tochterkind Katze besuchen kam sprang diese ihr schon entgegen und freute sich.

Dieses Tier ist das komplette Gegenteil von der anderen.
Hat immer irgendeinen Blödsinn im Kopf, frisst so gut wie alles, nichts ist vor ihr sicher.

Auch schleppt sie dauernd irgendwelche Viecher an.
Da sind Libellen, Vögel, Frösche und natürlich Mäuse, alle tot oder wahlweise auch mal Lebendig.
Das macht so richtig Spass, diese Tiere dann auf, bzw. einzusammeln.

Da wir ja nicht genügend Haustiere damit haben, kam Tochter auf die Idee, die Lebenden Mäuslein doch ein wenig im freien leeren Aquarium zu beherbergen um sie für ein paar Tage zu beobachten. Gern hat ihr Bruder gemeinsam mit seinem Kumpel das Aquarium wieder aus dem Keller für dieses Experiment hochgetragen.

Auch das Katzentier fand diese Idee hervorragend, denn sie brachte immer mehr lebende Mäuse an.
Bevor es überhand nehmen konnte beendete das Mutter( tier) dieses Experiment und übergab die Aquarienbewohner auf Zeit wieder ihrem natürlichen Lebensraum.

Der grösste Wunsch der Tochter ist ein Hund.
Den kann sie gerne haben, wenn sie 18 ist und eine eigene Wohnung hat.
Dann, wenn ich mich nur noch um meine Haustiere kümmere.


Die lieben Kleinen.....

Das Leben mit Kindern ist spannend, abwechslungsreich, toll, witzig, hektisch, überraschend, anstrengend, teuer......
Wenn ich jetzt anfangen würde den Duden durchzublättern könnte ich denke ich fast alle Tunwörter (kommt im Laufe einer Kinderkarriere irgendwann auch einmal an Ihnen vorbei dieses Wort, versuchen sie mal rauszukriegen) hier hin schreiben. 
Ist ja aber nicht mein Gedanke gewesen.


Ich liebe meine Kinder und möchte sie auch um nicht´s in der Welt wieder hergeben.
Dies sind genau die richtigen Kinder, die damals bei Geburt hier entgegengenommen wurden.


Die Sorge um beide ging schon jeweils in der Schwangerschaft los.
Ist das Kind gesund? Wird bei der Geburt alles gut gehen? Haben wir an alles gedacht? usw. Eltern, die hier lesen, werden das kennen.


Unser Sohn ist inzwischen schon Bier-trink-reif, wie er selber sagt. Das hat er in der Schule gelernt, ich wusste das noch gar nicht, einfach weil ich mich bis dato noch nicht damit beschäftigt hatte. Jugendliche dürfen ab 14 Jahren in Begleitung einer Sorgeberechtigten Person Bier, Wein oder Sekt trinken.
Ihn interessiert das allerdings noch nicht, was bin ich froh.


Die Dame des Hauses ist nur geringfügig jünger, das fällt aber manchmal gar nicht auf.


Bis zum heutigen Tage haben wir Eltern Unmengen von Geld für Spielsachen, Klamotten und Co. ausgegeben.


Wenn ich manchmal so in die jeweiligen Zimmer der Herrschaften schaue freue ich mich, dass die 2 solch eine Kindheit leben dürfen und wir als Eltern sie dabei begleiten.


Wir haben viele spannende Sachen bisher erlebt.
Z.B. als unser Sohn sich den Mittelhandknochen, natürlich im Urlaub, gebrochen hat.
Wir waren in einem Indoor-Spielplatz unterwegs, unser Sohn auf der Rutsche ins Bälle bad, taucht unter lachend und weinend nach gefühlter Ewigkeit wieder auf, die betroffene Hand hochhaltend. Wieder zurück wurde das gute Stück begutachtet und in einen leichten Verband gewickelt. Am gleichen Abend fällt das Kind von einer Schaukel auf, na genau diese Hand.
Am nächsten Tag sassen wir dann beim örtlichen Orthopäden und die Hand wurde ein geschient.   


Oder auch immer wieder gern genommen.
Mama unterwegs, Anruf von Kind, ich blute.
Jepp.
Naja, mittlerweile wissen sie wo der Verbandskasten ist.


Das andere Kind hat gern das letzte Wort, mittlerweile habe ich es aufgegeben ich gewinne ja doch nicht.


Die ist so ein Redetalent wie ihre Tante, auf alles und jedes eine Antwort in Ausreden nicht verlegen und vor nichts und niemandem Respekt ängstlich und zurückhaltend.


Manchmal denke ich aber auch, das wir das doch gar nicht so schlecht hingekriegt haben, ok hier und da könnte man noch ein wenig nachbessern, aber dann wäre es evtl. auch um einiges langweiliger hier.


Ab und an ein wenig Aufregung bringt ja auch den Kreislauf in Schwung.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Wenn einer eine Reise tut......

Der Haushalt von Frau S. ist ohne Führerschein, demzufolge auch ohne Auto.
Sowas ist heutzutage schon echt selten und wenn man dies Menschen erzählt, die einen nicht kennen, kommt man sich grad manchmal so vor, als müsse man sich dafür rechtfertigen. Wobei ich den Ball gerne zurückspiele.

Herr und Frau S. haben sich bewusst gegen die Nutzung eines Autos entschieden, denn wenn man in einem Ballungsraum wohnt, ist das dazugehörige öffentliche Verkehrsangebot wirklich riesig und ein Auto nicht unbedingt vonnöten.

Geld was man zum Unterhalt eines Autos benötigt, kann in andere Dinge investiert werden.

Zum Beispiel in ein vernünftiges Fahrrad mit dem die Frau des Hauses den täglichen Weg zu ihren Arbeitskolleginnen und Kollegen bewältigt.

Das S-Bahnfahren zur Arbeit nervt den Herrn S. zwar sehr oft, gerade wenn diese mal wieder nicht pünktlich ist, aber dafür hat er ja ein "annähernd" zuverlässiges und vor allem günstiges Beförderungsmittel.

Reisen geht Familie S. mit der Bahn oder Flugzeug.

Das mit der Bahn ist recht angenehm, denn man kann umherlaufen es gibt recht gutes essen. Die Sitzplätze sind auch super, man hat Stromanschluss, kann die Sitze in der Tiefe verstellen und jeder Platz hat separat Licht.

Das Flugzeug ist ein mittlerweile eher verhasstes Fortbewegungsmittel von mir. Ich steige in diese Teile nicht mehr so gerne ein, seitdem ich mal in ein Gewitter gekommen bin und der Flieger plötzlich mehrere sehr viele Meter in die Tiefe gesackt ist. Passiert ist damals nicht's, aber dies Erlebnis gehört nicht zu den Dingen, die ich Unbedingt noch einmal im Leben haben muss.

Ok, fliegen war noch nie so mein Fall. Ich fühle mich in diesen großen Vögel immer so hilflos. Ich muss zugeben ich habe gerne alles im Griff.

Meine nächsten Reisen hab ich beschlossen werden im Inland erfolgen und ohne Vogel, lange Reisen noch dazu ins Ausland möchte ich vorerst nicht machen.

Die Kindelein beschweren sich nur, ab und an, dass sie diesen oder jenen Weg mal zu Fuss gehen müssen.
Die sind mit dieser Situation aufgewachsen und gehen damit ganz cool um. Wollen aber beide später mal selber Auto fahren.

Alles in allem finde ich sind wir bisher gut Autolos vorangekommen und das wird in Zukunft auch so bleiben.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Geburtstag ist nur einmal im Jahr......

Geburtstag wird hier im Hause Sternenzauber gern gefeiert.
Besonders die lieben Kindelein freuen sich schon immer Wochen vorher.

Leider hat eines der Kinder das Pech mit einem der anderen großen Feste gleichzeitig feiern zu müssen. Herr und Frau S. haben bei der Kindesplanung da nicht so genau aufgepasst.

Bei unserem ersten Kinderarztbesuch damals kam dann auch so ein schön entsprechender Spruch.
Immer wieder wird das arme Kind bedauert, an ausgerechnet diesem Tag geboren zu sein.

Sie allerdings findet das super.
Sie hat immer frei.
Sie feiert immer von früh morgens bis spät abends.
Sie bekommt den ganzen Tag über Geschenke.

Eingeladene Geburtstagsgäste freuen sich immer, die Warterei auf die Bescherung mit cooler Animation für ihre Sprösslinge rumzukriegen und nicht den ganzen Tag gejammer hören zu müssen.

Für uns Eltern hat das zusammenfallen der 2 wichtigsten Tage im Jahr natürlich den Vorteil nur einmal Geschenke kaufen zu müssen und gleich 2 Events damit abgedeckt zu haben.

Die leidliche Frage, was es denn zu Essen geben soll ist auch geklärt, das bestimmt nämlich das Geburtstagskind.

Das andere Kind hatte nicht so viel (Un-)glück und ist an einem stinknormalen Sonntag zur Welt gekommen.
Hat oft das Pech an "seinem Tag" zur Schule zu müssen und muss sich für 2 Tage im Jahr eine Wunschliste ausdenken.
Was, dem gestöhne- wenn diese geordert wird bei ihm-nach zu urteilen, ganz schön anstrengend ist.

Schön ist auch, dass die Kinder ja immer größer werden und proportional die Wunschliste immer kleiner. Das macht die Sache für uns Einkäufer wesentlich einfacher.

Hat man früher noch auf diverse Prozentverkäufe einschlägiger Spielwarenläden gewartet, damit sich die Investitionen in Grenzen halten, geht man heute genau das eine gewünschte Teil kaufen, das es garantiert nicht irgendwo günstiger gibt, weil es dafür einen Festpreis gibt.

Schön oder? Man(Frau) erspart sich ne Menge Zeit, die man sonst mit Preisvergleichen vergeudet hätte und kann diese dann sinnvoll für die Recherche nach den frischesten Scampi, die es zum Abendessen wunschgemäß geben soll, verwenden.

Mit 2 Teenies, ähm Jugendlichen,ist das Geburtstagfeiern mit Freunden/innen auch nicht mehr so anstrengend für uns Eltern.
Die Jugend will überwiegend alleine sein und organisiert sich selber. Essenswünsche für diese Party's werden immer rechtzeitig geordert und Getränke sind sowieso immer in ausreichender Menge im Haus.

Man selbst sollte allerdings mit Ohrstöpseln schlafen gehen, sonst könnte es passieren, dass man nicht so gut schlafen kann. Das Verständnis von leise für Erwachsene und leise für Jugendliche geht doch sehr auseinander.

Die Partys von uns Älteren sind auch nicht mehr so anstrengend, weil mittlerweile das Alter bestimmt ob man bis früh am nächsten
Morgen feiert oder schon vor 12 Schluss ist.
Irgendwann können halt alle nicht mehr sitzen und im liegen trinkt es sich nun mal nicht so gut.

In diesem Sinne. Ich geh jetzt Geburtstag feiern.


Dienstag, 1. Mai 2012

Topfgeschichten.....

Was soll ich heute bloss kochen, zu essen machen?
Diese Frage begleitet mich glaube ich schon mein ganzes Leben.

Als Kind hörte ich sie oft von Mama  oder Oma/Uroma, später stellte ich sie selber.

Unsre Wunschessen waren da ganz klar immer wieder die Lieblingsessen von jeweiliger Person zubereitet, das ging von Tomatenauflauf, Makkaroni mit Wurst und Maggi, Spaghetti mit Tomatensoße, Moppelkotze(Schmorkohl mit Hack), Graupeneintopf bis Senfei. Unsere Hitliste war da ziemlich groß.

Oben geschriebene Frage ist ja eigentlich mehr so dahergesagt, denn eine wirklich hilfreiche Antwort erwarte ich von keinem Familienmitglied.

Das was es hier bei uns gibt ist trotzdem immer wieder eine Überraschung für mich.
Nicht dass sie jetzt denken ich kann nicht kochen.
Das hab ich mir mit Hilfe diverser Kochbücher angeeignet.

Es geht eher darum, dass es jeden Tag Veränderungen geben kann in den Essgewohnheiten meiner Kinder und manchmal auch beim Ehemann von Frau Sternenzauber.

Das was gestern noch schmeckte muss es nicht heute auch.
Mein Kind Nr. 1 aß z.B. bis zum 3. Lebensjahr keinen Käse, mittlerweile können wir garnicht genug rannschaffen.
Mengen von 1- 1,5 kg sind keine Seltenheit, pro Woche wohlgemerkt, die dieses Kind fast alleine isst.

Kartoffeln mochten beide Kinder nie besonders gern, seitdem die Großeltern einen Garten haben und dort auch Kartoffeln anbauen ist das eine der Leibspeisen meiner Kinder, ähm gewesen bis vor kurzem, da dachte ich, ich tu ihnen was gutes und mache Pellkartoffeln.
Beide einstimmig abgelehnt, mögen sie nicht.

Fleisch darf es bei Kind Nr. 2 nur vom Hähnchen sein, das andere Kind isst vorwiegend Schuhsohle vom Grill.

Brot darf es hier nur bestimmte Sorten geben, irgendwann bin ich dazu übergegangen selber welches zu backen, was natürlich nicht immer klappt aus Zeitmangel, wenn dann nicht das richtige im Haus ist, oweiowei.

Spargelsaison ist ja gerade. Da gibt es bei uns 3! verschiedene Saucen dazu, für 4 Familienmitglieder. Zum Glück haben wir genügend Töpfe.

Gemüse werden hier im Haus nur bestimmte Sorten bevorzugt, was bin ich froh, das der Markt genügend hergibt.

Seit einiger Zeit kocht der Ehemann jedes 2. Wochenende für die Familie, seitdem mäkelt er weniger am Essen rum.
Woran das wohl liegt?

Trotz all dieser kleinen "Hindernisse" wachsen und gedeihen die Kindelein in die Länge, wir Großen eher in die Breite.
Dem kann man aber mit genügend Bewegung entgegensteuern, hab ich gehört, aber dazu ein anderes Mal.