Sonntag, 13. Mai 2012

Ein Fass ohne Boden.....

Familie S. Zog vor 10 Jahren in das große weiße Haus.

Das wurde gemacht, weil der bisherige Wohnraum 1. zu alt und schimmlig, 2. zu klein und 3. mit unkommunikativen Mitmenschen umgeben, war.

Da dies der letzte Umzug bis die Kindelein groß und auf eigenen Beinen stehen sein sollte, wurde entsprechend den Vorstellungen von Familie S. gesucht.

Da gab es jede Menge Kriterien, die da für die neue Bleibe erfüllt sein sollten. Unsere Wunschliste war ellenlang.
Nach nicht allzu langer Zeit fanden wir dann genau das was wir gesucht hatten, ok. hier und da haben wir Abstriche machen müssen, aber im großen und ganzen passte es.

Das Objekt der Begierde konnte sogar mit dem vorhandenen bewilligtem Budget erworben werden.

Das große weiße Haus war noch in Bau und so konnten wir vieles selbst an der Innenausstattung aussuchen, das dann unseren Vorstellungen entsprechend eingebaut wurde. Manches davon war auf lange Sicht optimal so, bei anderen Sachen hätten wir besser überlegen sollen oder uns anderweitig beraten lassen.

Aber aus Fehlern lernt man und wir haben ja sooo viel Zeit, also wird jetzt nach und nach ausgebessert/nachgebessert.

Das geht von Parkettböden statt Teppich im Obergeschoss über eine 2. Dusche im Erdgeschoss. Garten vom Fachmann anlegen lassen.
Automatische Entlüftungsanlage im ganzen Haus.

Da müssen die Fliesen in der bestehenden Dusche runter, weil sämtliche Fugen gerissen sind und der Schimmel bestimmt schon in der Wand ist.
Unsere Vorstellung von einer Fugenlosen und ebenerdigen Dusche wird also bald in Angriff genommen. Dafür werden wir demnächst erst einmal einige Badausstellungen in der Umgebung besuchen und sehen, ob unsere Vorstellungen mit dem vorhandenen Angebot übereinstimmen. Wie das so ist hat Frau ja meist eine genaue Vorstellung, wie es Umgebaut aussehen soll.

Das Wohnzimmer ist nun in bälde so eingerichtet, wie die Familie es sich wünscht und das ist ganz toll so, dass wir endlich richtiges Kinofeeling hier haben.

Das Zimmer des Sohnes ist bis auf den Boden komplett fertig, so dass er sich die nächsten Jahre dort wohlfühlen kann.

Das Zimmer der Tochter braucht noch einer Prinzessin würdiges Himmelbett und einen Boden aus Holz. Der passende Anstrich der Wände wird demnächst mit dem Haus-und Hofmalermeister besprochen, wenn er kommt um die restlichen Wände im Wohnzimmer zu streichen.

Der Essbereich braucht auch neue Schränke und wenn das Bad im Erdgeschoss eine Dusche bekommt muss hinterher der Flur gestrichen werden, weil für den Umbau eine Wand versetzt werden muss.

Wenn all das fertig ist, dann könnte mal im Schlaufraum von Herr und Frau S. ein neuer Boden eingebracht werden. Teppich in gelb sieht nach 10 Jahren nicht mehr so schön aus.
Unserer Tochter gefiel er ja schon vor 7 Jahren nicht so und da hat sie ihrer Kreativität mit Hilfe von Wachsmalstiften freien Lauf gelassen. Damit wir Eltern auch wirklich was davon haben verteilt über den ganzen Raum.
Sie können sich nicht vorstellen, wie wir uns darüber gefreut haben.

So sehr nämlich, dass wir auf Knien die nächsten 2 Tage über den Teppich gerutscht sind um ihn mit Hilfe von weichen Bürsten zu streicheln um ihm die Farbe noch ein bisschen besser einzuarbeiten.

Schade eigentlich, dass die Wachsmalstifte danach irgendwie spurlos verschwunden sind im großen weißen Haus.

So gibt es hier wenigstens immer was zu tun und ausserdem wüssten wir ja sonst auch nicht, was wir mit all dem Geld, was wir freundlicherweise am Ende jeden Monats vom jeweiligen Arbeitgeber
auf unser Konto überwiesen bekommen machen sollen.

Ja und wenn wir mit all den geplanten Sachen so in ca. 10 Jahren fertig sind werden wir bestimmt ausziehen, denn dann brauchen wir denke ich nicht mehr sooo viel Platz, weil ja sicherlich die Kindelein in ihre eigenen Wohnungen gezogen sind.

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