Mittwoch, 1. August 2012

Tapfer...

Endlich sind sie da die langersehnten Sommerferien.


Hinter den Kindern liegt ein Jahr voller Arbeit, Lernen, Anstrengungen.


Von Anfang an haben sie fleißig gelernt, geübt.
So manches Mal sind sie verzweifelt.


Wenn wieder einmal die Hausaufgaben zu viel oder zu schwer waren.
Eine schwere Tasche mussten oft beide schleppen.


Für die kleine Frau S. gab es eine neue Umgebung, an die sie sich erst einmal eingewöhnen musste. Neue Lehrerinnen und Lehrer, mit denen man klarkommen muss. Eine neue Klassengemeinschaft, in die sie sich einleben musste. 
Aber, und das ist schön, der gleiche Schulweg, wie bisher, nur anderes Gebäude.


Der etwas größere Herr S. hatte so gut wie keine Veränderungen zum Vorjahr und das ist ganz gut so. Er braucht konstante in seiner schulischen Laufbahn um Leistung zu zeigen.
Schwer genug hat er es durch seine Legasthenie. Trotzdem und das ist wichtig, lässt er sich nie entmutigen.


Das hiesige Schulzentrum ist riesig und beherbergt in 3 Gebäuden über 1000 Kinder in 4 Schularten. Ich bin eigentlich nicht so ein Freund von soooo gigantischen Sachen.
Was hier jedoch jedes Schuljahr erneut auf die Beine gestellt wird von Lehrern, Schülern, Eltern und externen Experten ist wundervoll und unsere Kinder nehmen daraus eine Menge an Wissen und Erfahrung für ihr Leben mit. Alle Schularten Kooperieren miteinander und ganz besonders die Kinder profitieren davon sehr. So ein wunderbares Miteinander findet sich selten an Schule. 


So lagen dann gestern Vormittag die Zeugnisse hier und zeigten in Noten, was sich schon das ganze Schuljahr über abgezeichnet hat. Nämlich, dass unsere Kinder eine konstant gute Leistung gebracht haben.


Ich bin froh und auch ganz schön stolz auf beide, dass sie sich nie unterkriegen lassen und immer kämpfen, für das was ihnen wichtig ist. 


Mir sind Noten nicht so wichtig. 
Was sagt eine Note schon aus?
Das nur ein Teil oder die ganze geforderte Leistung erbracht wurde.
Welche Anstrengung für den einzelnen dahinter steht, sieht und bemerkt man dabei nicht.  
Kinder mit Handicap haben es in vielen Belangen sehr schwer und daher sehe ich in der Note auf dem Papier nur die halbe Wahrheit.
Wichtig ist doch, das was angekommen ist und vor allen Dingen auch hängenbleibt davon.


Oft genug höre und sehe ich, dass Kindern Wissen eingeschrien wird. 
Da wird es beim lernen laut und lauter, das Kind ungeduldiger und am Ende fließen Tränen.
Ist es nicht schöner und wichtiger, den Kindern Ruhe und Geborgenheit und auch Spass beim lernen zu geben, denn nur so und das habe ich wieder einmal erneut gemerkt dieses Schuljahr lernt es sich gern.


Danke, dass ihr so tolle Kinder seid!



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